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Neue Siedlung auf dem umliegenden Land, mit altem Ursprung


© Bild: Andrea Barghi

Die Gemeinde von Capolona liegt noch auf dem Gebiet der alten und mächtigen Abtei von Campoleone. Die historischen Ereignisse dieses Landes wurden eigentlich ab XI. Jhd. mit diesem religiösen Mittelpunkt verbunden, der vom Kaiser geschützt war und dessen Besitze sich von Casentino bis auf den Trasimeno-See ausdehnten und sogar die Macht der Nachbargemeinde von Arezzo bedrohten.

Nach einer Entwicklungszeit, die während des XII. Jhds. den Höhepunkt erreichte, kam der Verfall. Im Jahr 1387 war nur ein Mönch mit dem Abt in der Abtei geblieben. Nachdem er die Kirche endgültig verließ und deswegen das Gebiet einen starken Anhaltspunkt verlor, wurde auch der Verwaltungshauptort frei und der Name Campoleone wurde je nach den Ereignissen jeweils an verschiedenen Orten im Gebiet verwendet. In späteren Zeiten wurde der alte Ortsname Campum Leonis endgültig der am Fuße des Schlosses von Caliano befindlichen Siedlung gegeben. Diese Befestigungsanlage wurde zur Überwachung der gleichnamigen Brücke gebaut.

Das Dorfaussehen ist daher grundsätzlich modern, mit Räumen und Bauwerken neuer Konstruktion. Der Ursprung des Dorfes ist jedoch, wie wir gesehen haben, sehr alt und soll in den Dörfern, in den Überresten der Schlösser und in den Kirchen gesucht werden, die sich auf dem ganzen umliegenden Land befinden.

Von Castelluccio, eine alte Befestigungsanlage, kann noch nordwärts weiterfahrend die alte Villa namens La Badia aus dem XVIII. Jhd. erreicht werden nämlich der Ort, wo die Abtei und das Schloß von Campoleone in alten Zeiten standen. In der Nähe der, unter den Arno-Biegungen, ist noch ein anderer unerwarteter Schatz zu sehen, und zwar die romanische Pfarrkirche zur S. Maria a Siètina. Diese Kirche ist dank ihren gotischen und Renaissance-Fresken ein ideelle Brücke zwischen der primitiven Wesentlichkeit der romanischen Kirchen in Casentino und den reichen Gemälden der Kirchen von Arezzo.

Durch das bezaubernde Bauerndorf von S. Margherita kommt man zu Pieve S. Giovanni, eine wirkliche Terrasse auf Valdarno, wo die Gebirgskette von Pratomagno, die hier nun zu Hügeln geworden ist, ermöglicht das Durchfließen des Arno. Nicht weit von hier liegt das Dorf Ponte Buriano, von leonardesker Erinnerung. Dieses Dorf wurde auf dem Hintergrund eines der weltbekanntesten Werke abgebildet: die Gioconda.

Auf der nördlichsten Seite des Gemeindebezirks hat uns die Geschichte andere Spuren hinterlassen: Bibbiano und die Türme von Belfiore mit ihren eindrucksvollen Befestigungsruinen.

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