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"Lungo la via abversa"
["Auf dem widrigen Weg"]
Guido Monaco


© Bild: Andrea Barghi

Das Land von Talla, vom hydrographischen System des Wildbaches Salutio gekennzeichnet, der bei Santa Mama in den Fluß Arno einmündet, ist eine ganz besondere Art von Tal.

Weit entfernt von der Hauptstraße der Talsohle und auch von den oft chaotischen doch kleinen Produktionswerken tritt man, wie es bei allen anderen Quertälern passiert, die von Pratomagno aus wie ein Kamm abzweigen (Solano, Teggina), in eine Welt mit einem herabgesetzten Lebenstempo ein, wo das Menschentempo mit der blühenden umliegenden Natur anscheinend wieder in Einklang steht.

Früher mußte das Dorf Talla eine ganz wichtige Rolle spielen, die zum Bau eines Festungswerks führte, heute La Castellaccia genannt, das sich auf dem Hügel beim Zusammenfluß von zwei Wildbächen zur Überwachung der alten Via Abversa befand. Diese Straße führte durch den Wildbach Capraia bis ins Valdarno.

Aus der alten Burg bleiben nur wenige Spuren auf der Hügelspitze. Noch unversehrt ist jedoch die kleine Kirche von S. Niccolò, wahrscheinlich im XVI. Jhd. wieder aufgebaut und durch einen Weg mit hohen Zypressen erreichbar.

Laut der Tradition und auch nach den Meinungen alter Historiker bestätigt, ist hier Guido Monaco geboren, der Erfinder der modernen Musiknotenschrift.
© Bild: Andrea Barghi
In der Nähe dieses Dorfs befinden sich auch die typischen Burgen von Pontenano und Capraia, alte Schlösser zur Überwachung des Kleintals bei dem Wildbach Capraia, sowie das Dorf von Faltona, mit offensichtlich etruskischer Etymologie. In der Nähe von Faltona wurde vermutlich eine Brücke, jedoch aus mittelalterlichem Ursprung, von Hannibal bei seiner Fahrt nach Rom überquert.
Von jeder der drei kleinen Siedlungen fängt ein Netz von Pfaden an, die wahrscheinlich alte Wege nachahmen und auf den Hängen von Pratomagno hinaufsteigend kommen diese Pfade bis auf die Überreste der Abtei von Santa Trinita in Alpe, als Bestätigung ihrer vergangenen Bedeutung. Diese Abtei wurde auf dem alten Weg erbaut, der Casentino quer teilte. Sie liegt in dem Grünen und in der Stille des Waldes und ist ohne Zweifel einer der eindrucksvollsten Orte des Tals. Badia di Santa Trinita in Alpe
© Bild: Andrea Barghi

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