Castel Focognano |
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| Etruskisches Grenzland |
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| © Bild: Andrea Barghi | |
| In Rassina, aus dem Wort Rasini
und zwar Etrusker, wie wir von der Etymologie des Namens
vermuten können, ist die Anwesenheit dieser alten Kultur
scheinbar bedeutungsvoller und offenbarer als in anderen
Orten von Casentino. Der gegenwärtige Wildbach Rassina,
der dem Dorf gerade seinen Namen gibt, war in der Tat die
nördliche Grenze des Bezirks von Arezzo. Wahrscheinlich war dieser Ort früher, dank seiner Lage auf dem Fluß Arno, ein Anhaltspunkt für die Transhumanz der Herden, die von den Apenninenhängen bis zum Tyrrhenischen Meer hinuntergingen. Diese Vermutung wird anscheinend von der Entdeckung eines etruskischen Tempels mit einem großen Opferaltar in dem anliegenden Ort von Pieve a Socana bestätigt. Der Wert dieser Entdeckung übersteigt den Ortsumfang und wird, sowie der Lago degli Idoli (Götzensee) auf dem Falterona-Berg, zum Kultort von weitgehend größerer Bedeutung. Rassina und Socana sind grundsätzlich seit uralten Zeiten die zwei Enden eines wichtigen Straßenknotenpunktes. An dieser Stelle wurde nämlich der Arno-Lauf enger und daher einfacher zu durchqueren. |
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© Bild: Andrea Barghi |
Dieser Ort war eine Pflichtsetappe für die Reisenden, die durch das Tal sowohl der Länge nach, parallel zum Laufe des Flusses, als auch quer, zu den Tälern der Wildbäche Rassina und Salutio durchliefen. Bilder aus jener Zeit zeigen uns eigentlich, wie die Verbindung zwischen den beiden Ufern von einer imposanten Brücke mit acht Bögen sichergestellt war, die später zerstört wurde. |
| Rassina hat im Laufe der Zeit eine wichtige Rolle als Handelsverkehrzentrum aufgrund seiner strategischen Lage gespielt zuerst als Marktort des höher liegenden Schlosses, von dem noch Überreste bleiben, dann als Verwaltungszentrum und Sitz der gemeinschaftlichen Kanzlei ab 1603 und als Verteilungsort der Produkte für die Nachbardörfer auf den Bergen. | |