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Altes Castrum
der
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| Auf der fruchtbaren Ebene,
die sich um den Wildbach Archiano ausdehnt, befindet sich
das Dorf Soci. Das Gebiet, das bereits in römischer Zeit bewohnt war, wie man von der Etymologie des Ortsnamens vermuten könnte, sowie von einigen Spuren von Zenturienverteilung, die auf der Landschaft festgestellt werden können, wurde seit Anfang des XI. Jahrhunderts vom Bau eines befestigten Dorfs betroffen, wie ein Zugangstor und ein Turm noch beweisen. Im Jahr 1079 finden wir es als Castrum erwähnt, als es von den Guidi - Grafen dem Kloster von Camaldoli verschenkt wurde. Ab diesem Datum blieb das Lehnsgut Soci für fast drei Jahrhunderte unter dieser Kongregation, sowie das meiste umliegende Land. Gerade die Kamaldulensermönche führten Kanalisierungsarbeiten für den Wasserdurchfluß durch, bis zum Bau des Gerinnes (Berignolo), dessen Wasserdurchsatz die Grundlage für alle wirtschaftliche Tätigkeiten der Gegend war. Wir wissen doch, daß das vom Wildbach Archiano kommende Wasser seit dem Mittelalter sowohl in verschiedenen Werken als auch für den Haushalt und die Feldbewässerung benutzt wurde. Entlang am Kanallauf wurden mit der Zeit verschiedene Betriebe gegründet: Weizenmühlen, Walkmühlen, eine Ölmühle, eine Papierfabrik, einen öffentlichen Waschraum, ein kleines Wasserkraftwerk. Sowie es allerdings in Stia auch geschah, wurde die Wollverarbeitung die Haupttätigkeit. Im XIX. Jahrhundert wurden die Walkmühlen der Mönchen verkauft und bereits im Jahr 1848 hatte Soci seine eigene Wollfabrik, die gleich eine der wichtigsten in dem Reich wurde. |
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© Bild: Andrea Barghi |
Die Anwesenheit der Textiltätigkeit, die in den 20er Jahren einen weiteren Auftrieb erlebte, wird von nun an das ganze soziale und wirtschaftliche Leben des Dorfs beeinflussen, das la piccola Prato (Klein-Prato) genannt wird. |
| Die Produktion geht noch
heutzutage durch eine Genossenschaft weiter; das Werk,
durch eine beträchtliche architektonische
Umstrukturierung zurückgewonnen, ist noch ein
Anhaltspunkt für die gesamte Gemeinde. In der Nähe des Dorfs, in Richtung Badia Prataglia, drückt die Anwesenheit der Kamaldulenserkongregation durch den Komplex La Mausolea einen bedeutungsvollen Stempel auf. Dieser Gutshof-Palast stammt aus dem XVII. Jhd. und dort werden noch landwirtschaftlichen Tätigkeiten durchgeführt. Es enthält auch einen alten Weinkeller. Noch weiter, auf dem Weg zum Dorf Partina, von der Struktur eines Bauernhauses sind einige Bauelemente zu ersehen, die zur alten Kirche von Santa Maria gehören, vielleicht eine der bedeutendsten in Casentino, wenn man anhand der Größe ihrer Pfarre beurteilt, die die beiden Talhänge einschloß. In Richtung Camaldoli weiterfahrend, auf einem Steinausläufer, der das Tal des Wildbachs Archiano beherrscht, befindet sich das Dorf Serravalle, Sommerluftkurort. Den massiven viereckigen Turm ließen im Jahr 1188 der Abt aus Badia Prataglia und der Bischof von Arezzo erbauen, damit die immer größere Macht des nahestehenden Camaldoli-Komplexes kontrolliert werden konnte. |
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